Multi/Modalitäten

Begegnungen in der Einwanderungsgesellschaft

Wie wollen und wie können wir das Miteinander gestalten?

Franziska Seise
16.01.2026
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(Abb. 1) Lehrer:innen oder Freund:innen? ©Elena Tietze
In dem Forschungsprojekt „Zwischen Begegnung und Abgrenzung“ untersuchte ich aus einer Perspektive der Psychologischen Anthropologie die affektiv-emotionale Erfahrungsebene sowie die Beziehungsdynamiken und Prozesse der Wissensvermittlung eines zivilgesellschaftlichen Begegnungsformates - Patenschaften mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Diese kamen im Forschungszeitraum überwiegend aus Syrien. Das Format setzt sich zum Ziel, die Segregation entlang soziokultureller, sozialräumlicher und lebensweltlicher Differenzlinien und Bildungsungleichheit zu überwinden.

Durch Begegnungen und bedeutsame zwischenmenschliche Bindungen sollen Patenschaften die Teilhabeperspektiven der Kinder verbessern und einen Beitrag zu deren gelingender Integration leisten. Das Forschungsprojekt zeichnete sich insbesondere durch eine autoethnografische und partizipativ-kollaborative Methodik aus. Ich übernahm selbst für mehrere Jahre eine Patenschaft mit einer Jugendlichen und leitete Ethnologie-Studierende im Rahmen einer Fokusgruppe in der Reflexion ihrer Patenschaftserfahrungen an. Aus der Zusammenarbeit mit den Studierenden gingen u.a. die eingangs vorgestellte Vignette sowie der Linolschnitt (Elena Tietze) hervor, der diese illustriert. 

Begegnungen in der Einwanderungsgesellschaft
(Audio. 1)